Segelboot auf einem bayerischen Alpensee vor Bergkulisse
Bootsversicherung Bayern

Bootsversicherung Bayern und München 2026: Seen, Zulassung und Kosten im Vergleich

Eine Bootsversicherung in Bayern besteht aus der Boots-Haftpflicht und der freiwilligen Kasko. Eine bundesweite gesetzliche Pflicht zur Haftpflicht gibt es nicht, doch auf den meisten bayerischen Seen kommst du faktisch nicht ohne sie aus. Liegeplatzverträge, die Seezulassung und am Bodensee die Bodensee-Schifffahrts-Ordnung verlangen einen Haftpflichtnachweis. Dazu kommt eine strenge Kontingentierung der Motorboote, etwa 280 Zulassungen am Starnberger See und 150 am Ammersee, mit Wartelisten über mehrere Jahre. Als ungebundener Versicherungsmakler vergleichen wir die Tarife von Bavaria AG, Pantaenius, Gothaer, Helvetia, Nürnberger, Mannheimer und DEVK und schicken dir innerhalb von 24 Stunden ein passendes Angebot per E-Mail.

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Was eine Bootsversicherung in Bayern leistet

Eine Bootsversicherung in Bayern ist kein einzelnes Produkt, sondern die Kombination aus der Boots-Haftpflicht und der freiwilligen Kasko. Die Haftpflicht (sie deckt Schäden, die du mit deinem Boot Dritten zufügst) ist die Basis und schützt dich vor den finanziellen Folgen eines Personen- oder Sachschadens. Die Kasko (sie deckt Schäden am eigenen Boot durch Unfall, Sturm, Diebstahl oder Vandalismus) ist freiwillig, gehört bei wertvollen Booten auf den Alpenseen aber zum Standard.

Anders als beim Auto gibt es in Deutschland keine bundesweite gesetzliche Pflicht zur Boots-Haftpflicht. Trotzdem brauchst du sie auf fast jedem bayerischen See faktisch, weil Liegeplatzverträge und die Seezulassung sie voraussetzen. Am Bodensee ist sie sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Als ungebundener Versicherungsmakler arbeiten wir anbieterübergreifend. Wir vergleichen die Tarife der großen Anbieter wie Bavaria AG, Pantaenius, Gothaer, Helvetia, Nürnberger, Mannheimer und DEVK und wählen die Police, die zu deinem Bootstyp, deinem See und deinem Nutzungsprofil passt. Du bekommst ein konkretes Angebot, statt dich durch einzelne Versicherer-Rechner zu klicken.

Ist eine Bootsversicherung in Bayern Pflicht?

Nein, eine allgemeine gesetzliche Pflicht zur Boots-Haftpflicht gibt es in Deutschland nicht. Der Gesetzgeber koppelt die Nutzung eines privaten Sportbootes nicht an den Nachweis einer Versicherung, so wie es das Pflichtversicherungsgesetz beim Auto tut. Das bestätigen auch Versicherer wie Helvetia, die in ihren Hinweisen festhalten, dass du ein Boot in Deutschland nicht versichern musst.

Trotzdem ist die Haftpflicht in der Praxis kaum verzichtbar. Du haftest nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch in unbegrenzter Höhe für Schäden, die du Dritten zufügst. Bei einem schweren Personenschaden, etwa nach einer Kollision oder einem Unfall beim Baden, kommen Heilkosten, Verdienstausfall und Schmerzensgeld zusammen. Diese Summen erreichen schnell einen Millionenbetrag und können dich ohne Versicherung existenziell treffen.

Dazu kommt die faktische Pflicht über die Seenutzung. Wer einen Liegeplatz von der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung oder einem kommunalen Hafen mietet, muss im Gestattungsvertrag fast immer eine Haftpflicht nachweisen. Und am Bodensee schreibt die Bodensee-Schifffahrts-Ordnung die Versicherung sogar verbindlich vor.

Ein verbreiteter Irrtum betrifft die private Haftpflicht. Sie deckt nur Boote ohne Motor oder mit sehr schwachem Antrieb ab, je nach Tarif etwa bis 5 PS sowie muskelbetriebene Boote. Sobald dein Boot stärker motorisiert oder größer ist, brauchst du eine eigene Boots-Haftpflicht.

Bootstyp / SituationHaftpflicht nötig?Grundlage
Boot mit Liegeplatz auf einem bayerischen SeeJa, faktischLiegeplatz- und Gestattungsvertrag
Motorboot oder größeres Segelboot am Bodensee (Lindau)Ja, gesetzlichBodensee-Schifffahrts-Ordnung (BSO)
Motorboot oder Elektroboot ohne LiegeplatzbindungNein gesetzlich, aber dringend empfohlenunbegrenzte Haftung nach BGB
Kleines Segel-, Ruder- oder Paddelboot (Gemeingebrauch)Nein, oft über Privathaftpflicht gedecktBayerisches Wassergesetz

Bayerische Seen im Überblick: Zulassung, Kontingente und Antrieb

Jeder bayerische See hat eigene Regeln. Sie ergeben sich aus dem Bayerischen Wassergesetz, der Schifffahrtsordnung 2005 und ergänzenden Verfügungen der jeweiligen Landratsämter. Die Unterschiede betreffen vor allem die Frage, welcher Antrieb erlaubt ist und wie viele Boote zugelassen werden. Für deine Versicherung ist das wichtig, weil Bootstyp und Revier den Beitrag bestimmen.

Starnberger See

Der Starnberger See, historisch auch Würmsee genannt, ist eines der am strengsten regulierten Reviere Bayerns. Zuständig ist das Landratsamt Starnberg. Verbrennungsmotorboote sind hier auf 280 Zulassungen begrenzt, dieses Kontingent ist voll.

Wer eine Genehmigung will, landet auf einer Vormerkliste. Erfahrungsberichte aus Bootsforen nennen Wartezeiten von rund acht Jahren. Ein zugelassenes Motorboot darf höchstens 9,00 Meter lang sein und maximal 191 kW (260 PS) leisten, dazu braucht der Motor ein Abgaszertifikat nach der Bodensee-Schifffahrts-Ordnung oder nach der EU-Sportbootrichtlinie.

Zusätzlich fällt ein jährliches Wassernutzungsentgelt an, das sich nach der Motorleistung staffelt. Elektroboote sind genehmigungspflichtig, werden aber leichter zugelassen. Eine Haftpflicht ist für den Liegeplatz praktisch immer Voraussetzung.

Ammersee

Am Ammersee gilt dieselbe Logik wie am Starnberger See, nur mit einem kleineren Kontingent. Verbrennungsmotorboote sind hier auf 150 Zulassungen begrenzt, ebenfalls mit Warteliste. Auch hier gelten die Grenzen von 9,00 Metern Länge und 191 kW Motorleistung sowie die Abgasanforderungen.

Der Ammersee ist weniger touristisch überprägt als der Starnberger See, die Nachfrage nach Zulassungen bleibt aber hoch. Segelboote und Elektroboote unterhalb der Genehmigungsschwellen prägen das Bild.

Chiemsee

Für den Chiemsee ist das Landratsamt Traunstein zuständig, das die Schifffahrt auf Chiemsee, Waginger und Tachinger See regelt. Der Chiemsee ist einer der größten bayerischen Seen und stark von der gewerblichen Fahrgastschifffahrt geprägt.

Private Verbrennungsmotorboote sind aus Naturschutz- und Lärmschutzgründen stark eingeschränkt, Elektroboote werden in kontrollierten Zahlen zugelassen. Bei der hohen Dichte an Fahrgastschiffen und Freizeitbooten ist eine Haftpflicht für private Boote praktisch unverzichtbar.

Tegernsee

Der Tegernsee gehört zum Landratsamt Miesbach und ist auf Elektroantriebe und Segelboote ausgerichtet. Verbrennungsmotoren für private Sportboote sind hier weitgehend ausgeschlossen.

Als privater Eigner fährst du am Tegernsee also ein Segelboot, ein muskelbetriebenes Boot oder ein genehmigtes Elektroboot. Die Haftungsrisiken bleiben dieselben wie auf jedem anderen See, deshalb ist die Haftpflicht auch bei lautlosem Antrieb sinnvoll. Viele Hafenbetreiber setzen sie voraus.

Königssee

Der Königssee liegt im Nationalpark Berchtesgaden und ist besonders streng geschützt. Die Schifffahrt wird seit Jahrzehnten fast ausschließlich von der elektrisch betriebenen Fahrgastschifffahrt geprägt, um Lärm und Emissionen zu vermeiden.

Private Sportbootnutzung ist hier kaum möglich, Verbrennungsmotoren sind faktisch ausgeschlossen. Für private Eigner spielt der Königssee daher praktisch keine Rolle, relevant sind hier gewerbliche Haftpflicht- und Kaskoversicherungen für die Fahrgastboote.

Walchensee

Der Walchensee dient zugleich der Energiegewinnung und gilt als sensibles Gewässer. Die Motorbootnutzung ist stark eingeschränkt, Segel- und muskelbetriebene Boote sind im Rahmen des Gemeingebrauchs erlaubt.

Für Elektroboote und größere Segelboote brauchst du eine Genehmigung des zuständigen Landratsamts. Auch hier ist eine Haftpflicht keine gesetzliche Pflicht, wird aber von Liegeplatzbetreibern erwartet und schützt dich vor teuren Schäden an fremder Infrastruktur.

Bodensee, bayerischer Anteil bei Lindau

Der bayerische Anteil des Bodensees liegt im Landkreis Lindau und ist der einzige Sonderfall mit echter Versicherungspflicht. Hier gilt die Bodensee-Schifffahrts-Ordnung (BSO), die Deutschland, die Schweiz und Österreich gemeinsam tragen.

Die BSO schreibt für Motorboote und größere Segelboote eine Halterhaftpflichtversicherung mit einer festen Mindestdeckungssumme vor. Ohne Versicherungsnachweis gibt es keine Zulassung. Motorboote müssen zugelassen, Segelboote ohne Motor sowie Paddel- und Ruderboote über 2,5 Meter registriert werden.

Dazu kommt das Bodenseeschifferpatent als eigene Führerscheinpflicht, abhängig von Motorleistung und Segelfläche. Fährst du ohne die vorgeschriebene Fahrerlaubnis, kann der Versicherer im Schadenfall die Leistung verweigern.

SeeZuständigVerbrennungsmotorHaftpflicht in der Praxis
Starnberger SeeLRA Starnbergbegrenzt auf 280, Wartelisteüber Liegeplatz
AmmerseeLRAbegrenzt auf 150, Wartelisteüber Liegeplatz
ChiemseeLRA Traunsteinstark eingeschränktüber Liegeplatz
TegernseeLRA Miesbachweitgehend ausgeschlossenüber Liegeplatz
KönigsseeNationalparkfaktisch ausgeschlossennur gewerblich relevant
WalchenseeLRAstark eingeschränktüber Liegeplatz
Bodensee (Lindau)nach BSOnach BSO zugelassengesetzlich vorgeschrieben

Gemeingebrauch und Genehmigung: Wann braucht dein Boot eine Zulassung?

Das Bayerische Wassergesetz erlaubt jedem das Befahren der Gewässer mit kleinen Booten ohne eigene Triebkraft. Dieser Gemeingebrauch macht den klassischen Freizeitwassersport mit kleinen Booten niederschwellig möglich. Genehmigungsfrei sind Ruderboote, Paddelboote, Kanus und Schlauchboote ohne Motor.

Auch kleinere Segelboote fallen darunter, solange sie höchstens 9,20 Meter lang sind, nur einen Elektro-Hilfsmotor bis 4 kW haben und keine Wohn-, Koch- oder Sanitäreinrichtungen besitzen. Sobald ein Boot diese Grenzen überschreitet, greift die Genehmigungspflicht.

Die Bayerische Schifffahrtsverordnung legt die Schwellen fest. Ein Segelboot wird ab 9,20 Metern Länge oder mit einem Hilfsmotor über 4 kW genehmigungspflichtig. Ein Motorboot mit Verbrennungsmotor darf höchstens 9,00 Meter lang sein und 191 kW (260 PS) leisten.

Ein wichtiger Punkt für viele Eigner: Ein Elektroboot ist genehmigungspflichtig, sobald eine Bootsschale mit einem Elektromotor ausgerüstet wird, selbst ein Schlauchboot. Die Zulassung läuft über das BayernPortal und das jeweilige Landratsamt. Für Urlauber gibt es eine befristete Genehmigung für maximal vier Wochen im Jahr.

Die Bausteine einer bayerischen Bootsversicherung

Boots-Haftpflicht

Personen-, Sach- und Umweltschäden gegenüber Dritten. Empfohlen sind 10 bis 15 Mio Euro Deckung, am Bodensee gesetzlich vorgeschrieben, sonst faktisch über den Liegeplatz.

Kasko (Teil- und Vollkasko)

Schaden am eigenen Boot durch Feuer, Sturm, Diebstahl, Vandalismus, Kollision oder Sinken. Freiwillig, bei wertvollen Booten am Alpensee sinnvoll.

Maschinenschaden

Deckt Schäden am Motor oder Antrieb, die über die normale Kasko hinausgehen. Auch für teure Elektroantriebe relevant.

Assistance und Rechtsschutz

Pannenhilfe und Bergung auf dem Wasser, dazu Rechtsschutz bei Streitigkeiten rund um das Boot und die Zulassung.

Haftpflicht plus Kasko bilden für die meisten Eigner die sinnvolle Grundausstattung. Maschinenschaden, Assistance, Insassenunfall und Rechtsschutz baust du je nach Boot und See dazu. Für gecharterte Boote schließt die Bootshaftpflicht die wichtigste Lücke.

In der Teil- und Vollkasko meist abgedeckt:

  • Feuer, Blitzschlag, Explosion
  • Diebstahl des Bootes, des Motors oder fest verbauter Ausrüstung
  • Sturm, Hagel, Hochwasser und weitere Naturgefahren
  • Vandalismus und mutwillige Beschädigung im Hafen oder Winterlager
  • Kollision mit anderen Booten, Stegen oder Hindernissen (Vollkasko)
  • Grundberührung, Auflaufen, Sinken (Vollkasko, All-Risk)
  • Schäden beim Krannen, Slippen, Transport und in der Einlagerung

In der Regel nicht abgedeckt:

  • Vorsatz und Schäden unter Alkohol- oder Drogeneinfluss
  • Fahren ohne vorgeschriebene Fahrerlaubnis, etwa ohne Bodenseeschifferpatent
  • Verschleiß an Tauwerk, Persenning, Beschlägen und Motor
  • Osmose, UV-Schäden und normale Alterung
  • Schäden außerhalb des vereinbarten geografischen Geltungsbereichs

Wie hoch die Deckungssumme sein sollte

Die Deckungssumme ist der wichtigste Hebel bei der Haftpflicht. Schwere Bootsunfälle summieren sich schnell, weil bei einem Personenschaden Heilkosten, Erwerbsausfall und Schmerzensgeld zusammenkommen, dazu Sachschäden an anderen Booten und mögliche Gewässerschäden durch auslaufenden Treibstoff.

Deshalb raten Fachleute zu einer Deckung von mindestens 10 Millionen Euro, für Auslandsfahrten eher 15 Millionen. Die ADAC Wassersport-Haftpflicht leistet beispielsweise bis 15 Mio Euro für Personen- und Sachschäden.

Der Sprung von einer niedrigen auf eine hohe Deckungssumme kostet in den meisten Tarifen nur wenige Euro im Jahr. Angesichts der realen Schadenhöhen ist das einer der günstigsten Hebel überhaupt.

Was eine Bootsversicherung in Bayern kostet

Verbindliche Pauschalpreise gibt es nicht, weil die Prämie risikogerecht kalkuliert wird. Bootswert, Bootstyp, Motorleistung, Baujahr, Liegeplatz, Fahrgebiet und Schadenhistorie fließen ein. Aus Marktbeobachtungen lassen sich aber klare Bandbreiten benennen.

Die Haftpflicht bleibt vergleichsweise günstig, weil sie vor allem von der Deckungssumme abhängt. Die Kasko-Prämie steigt mit dem versicherten Bootswert.

BootstypVersicherungDeckungssummeJahresbeitrag (ca.)
Kleine SegeljolleHaftpflicht5 Mio Euro30 bis 50 Euro
Motorboot ca. 50 PSHaftpflicht3 Mio Eurorund 35 Euro
Motorboot ca. 50 PSHaftpflicht plus Kasko-Basis3 Mio Eurorund 160 Euro
Segelyacht mittlerer GrößeHaftpflicht10 Mio Euro100 bis 500 Euro
Große YachtHaftpflicht plus Kaskonach Bootswertvierstellig

Die Werte sind Markterfahrungen und keine verbindliche Preiszusage. Dein Beitrag hängt von der konkreten Konfiguration und vom Versicherer ab.

Rechenbeispiel: Elektroboot am Tegernsee

Stell dir folgende Situation vor. Ein Elektroboot mit einem Zeitwert von 25.000 Euro, fester Liegeplatz am Tegernsee, ausschließlich Nutzung auf dem See, Eigner mit sauberer Schadenhistorie. So sieht ein typisches Paket aus.

PositionJahresbeitrag
Boots-Haftpflicht 15 Mio Eurorund 60 Euro
Teilkasko (Feuer, Diebstahl, Naturgefahren)rund 180 Euro
Erweiterung auf Vollkaskorund 120 Euro
Assistance und Rechtsschutzrund 60 Euro
Gesamt mit Vollkaskorund 420 Euro

Die Zahlen sind Orientierungswerte aus dem Markt. Wer nur Haftpflicht plus Teilkasko nimmt, landet eher bei 240 Euro im Jahr. Welche Variante für dich passt, prüfen wir im Angebot.

Anbieter für Boote in Bayern im Vergleich

Wir vergleichen anbieterübergreifend. Hier eine Marktorientierung zu wichtigen Anbietern für bayerische Bootseigner.

AnbieterStärkeHaftpflicht-DeckungBesonderheit
Bavaria AGSpezialmakler mit langer Historiesummenabhängig wählbarFeste Taxe, Allgefahrendeckung, Insassenunfall
Pantaeniusgroßer Yacht- und Bootsspezialisthohe Summen wählbarstarke Kasko, internationale Deckung
GothaerKomposit mit eigener Bootslinie4 bis 10 Mio EuroSkipperhaftpflicht integriert
Helvetiabreite Wassersportkasko7,5 bis 20 Mio EuroRegatten mitversichert
NürnbergerSportbootkasko mit Allgefahrendeckung10 bis 20 Mio EuroSchadenfreiheitsrabatte, 30 Tage Skipperhaftpflicht
MannheimerSpezialist für Yachten und Sportbootebis 15 Mio EuroAllgefahrendeckung, Skipperhaftpflicht
DEVKsolide Standarddeckung10 Mio Eurogilt für Eigner und Skipper

Ein Vergleichsportal ersetzt die individuelle Prüfung nicht, weil Bootsversicherungen stark spezialisierte Produkte mit vielen Deckungsbausteinen sind. Gerade in Bayern kommt es darauf an, dass die Police zum Antrieb, zur Seezulassung und zum Liegeplatzvertrag passt. Genau diese Detailprüfung übernehmen wir für dich.

In Bayern höre ich oft den Satz, eine Versicherung sei ja nicht Pflicht, also brauche man sie nicht. Spätestens beim Liegeplatzvertrag dreht sich das, denn der Hafen verlangt den Haftpflichtnachweis. Und sobald ein Boot auf den Bodensee soll, wird die Haftpflicht ohnehin zwingend. Wer einen der knappen Liegeplätze ergattert, sollte die Police früh genug bereithaben.

— Felix Koller, Versicherungsmakler für Bootsversicherungen

So läuft die Angebotsanfrage

  1. Du füllst das Formular aus (Bootstyp, Antrieb, Motorleistung oder Segelfläche, Wert, See und Liegeplatz, gewünschte Deckungssumme).
  2. Wir vergleichen die passenden Tarife und prüfen, was dein Liegeplatzvertrag und gegebenenfalls die Bodensee-Schifffahrts-Ordnung verlangen.
  3. Du bekommst innerhalb von 24 Stunden ein konkretes Angebot per E-Mail, inklusive Vergleich und Empfehlung.

Im Schadenfall begleiten wir dich gegenüber dem Versicherer. Das ist Teil unserer Maklerleistung und kostet dich nichts extra. Auch den Haftpflichtnachweis für den Hafen oder das Landratsamt organisieren wir mit.

FAQ

Häufige Fragen

Ist eine Bootsversicherung in Bayern Pflicht?

In Deutschland und Bayern gibt es keine allgemeine gesetzliche Pflicht zur Boots-Haftpflichtversicherung, anders als beim Auto. Trotzdem haftest du nach dem Zivilrecht in unbegrenzter Höhe für Schäden, die du mit deinem Boot Dritten zufügst. Faktisch wird die Haftpflicht auf den meisten bayerischen Seen zur Pflicht, weil Liegeplatz- und Gestattungsverträge der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung sowie kommunaler Hafenbetreiber einen Versicherungsnachweis verlangen. Am bayerischen Anteil des Bodensees gilt zusätzlich die Bodensee-Schifffahrts-Ordnung, die für motorisierte und größere Boote eine Haftpflicht zwingend vorschreibt.

Welche Versicherung brauche ich für ein Boot am Starnberger See?

Für ein Boot am Starnberger See brauchst du in der Praxis eine Boots-Haftpflicht, oft als Voraussetzung für den Liegeplatz, und für wertvolle Boote zusätzlich eine Kasko gegen Sturm, Diebstahl und Kollision. Eine gesetzliche Versicherungspflicht für den See selbst gibt es nicht, der Liegeplatzvertrag verlangt sie aber regelmäßig. Wichtig ist die Zulassungslage: Verbrennungsmotorboote sind am Starnberger See auf 280 Genehmigungen begrenzt, die Wartezeit kann mehrere Jahre betragen. Wer ein Elektroboot fährt, braucht ebenfalls eine Zulassung beim Landratsamt Starnberg und sinnvollerweise eine Haftpflicht.

Wie viele Motorboote sind am Starnberger See und Ammersee zugelassen?

Genehmigungen für Sportmotorboote mit Verbrennungsmotor werden in Bayern aus Gründen des Gewässer- und Naturschutzes nur noch auf zwei Seen erteilt, dem Starnberger See und dem Ammersee. Am Starnberger See sind 280 Verbrennungsmotorboote zugelassen, am Ammersee 150. Beide Kontingente sind voll, sodass Interessenten auf einer Vormerkliste geführt werden. Erfahrungsberichte nennen Wartezeiten von rund acht Jahren auf eine Motorbootgenehmigung. Ein Boot darf höchstens 9,00 Meter lang sein und maximal 191 kW (260 PS) leisten, dazu ist ein Abgaszertifikat nötig.

Brauche ich für ein Elektroboot auf bayerischen Seen eine Versicherung?

Ein Elektroboot ist auf bayerischen Binnenseen nach der Bayerischen Schifffahrtsverordnung genehmigungspflichtig, sobald eine Bootsschale mit einem Elektromotor ausgerüstet wird, auch ein Schlauchboot. Die Zulassung erteilt das zuständige Landratsamt, für Urlauber gibt es eine befristete Genehmigung für maximal vier Wochen im Jahr. Eine Haftpflicht ist gesetzlich nicht ausdrücklich vorgeschrieben, aber dringend zu empfehlen. Die Haftungsrisiken eines Elektrobootes gegenüber Dritten unterscheiden sich nicht von denen eines Verbrenners, denn eine Kollision oder ein Personenschaden trifft dich genauso. Viele Häfen setzen die Haftpflicht zudem voraus.

Gilt am bayerischen Bodensee eine Versicherungspflicht?

Ja. Der bayerische Anteil des Bodensees liegt im Landkreis Lindau und unterliegt der Bodensee-Schifffahrts-Ordnung (BSO), die Deutschland, die Schweiz und Österreich gemeinsam tragen. Die BSO schreibt für Motorboote und größere Segelboote eine Halterhaftpflichtversicherung mit einer festgelegten Mindestdeckungssumme verbindlich vor. Ohne diesen Versicherungsnachweis wird das Boot nicht zugelassen. Zusätzlich gilt am Bodensee das Bodenseeschifferpatent als eigene Führerscheinpflicht, abhängig von Motorleistung und Segelfläche. Wer dort ohne vorgeschriebene Fahrerlaubnis fährt, riskiert im Schadenfall den Verlust des Versicherungsschutzes.

Was kostet eine Bootsversicherung in Bayern?

Eine reine Boots-Haftpflicht für eine kleine Segeljolle mit 5 Mio Euro Deckung liegt bei rund 30 bis 50 Euro im Jahr. Ein Motorboot mit 50 PS und 3 Mio Euro Haftpflicht kostet etwa 35 Euro im Jahr, mit einer Kasko-Basis zusammen rund 160 Euro. Für eine mittlere Segelyacht mit 10 Mio Euro Haftpflicht bewegst du dich meist zwischen 100 und 500 Euro im Jahr. Große Yachten mit umfangreicher Kasko erreichen vierstellige Jahresbeiträge. Der genaue Beitrag hängt von Bootstyp, Motorleistung, Bootswert, Liegeplatz, Fahrgebiet und Schadenhistorie ab.

Welche Boote darf ich in Bayern ohne Genehmigung fahren?

Das Bayerische Wassergesetz erlaubt im Rahmen des Gemeingebrauchs das Befahren oberirdischer Gewässer mit kleinen Wasserfahrzeugen ohne eigene Triebkraft. Genehmigungsfrei sind damit Ruderboote, Paddelboote, Kanus und Schlauchboote ohne Motor sowie kleinere Segelboote bis 9,20 Meter Länge, die höchstens einen Elektro-Hilfsmotor bis 4 kW haben und keine Wohn-, Koch- oder Sanitäreinrichtungen besitzen. Sobald ein Boot einen stärkeren Motor, einen Verbrennungsmotor oder feste Wohnaufbauten hat, greift die Genehmigungspflicht der Bayerischen Schifffahrtsverordnung. Eine Haftpflicht ist auch für genehmigungsfreie Boote sinnvoll.

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