Hausboot auf der Müritz in der Mecklenburgischen Seenplatte an einem sonnigen Tag
Bootsversicherung Mecklenburgische Seenplatte

Bootsversicherung Müritz und Mecklenburgische Seenplatte: Charter, eigenes Boot und Grundberührung im flachen Revier

Eine Bootsversicherung auf der Müritz besteht aus der Bootshaftpflicht und der freiwilligen Kasko. Deutschland kennt keine gesetzliche Pflicht zur Bootshaftpflicht, auch nicht auf der Mecklenburgischen Seenplatte. In der Praxis verlangen die Marinas an Müritz, Kölpinsee und Plauer See aber eine Haftpflicht, bevor du einen Liegeplatz bekommst. Wer ein Hausboot chartert, fährt über die Police des Vercharterers, trägt aber Kaution und Selbstbehalt selbst. Als ungebundener Versicherungsmakler vergleichen wir die Tarife der Bootsversicherer und schicken dir innerhalb von 24 Stunden ein passendes Angebot per E-Mail.

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Was eine Bootsversicherung auf der Müritz leistet

Eine Bootsversicherung auf der Müritz ist kein einzelnes Produkt, sondern die Kombination aus der Bootshaftpflicht und der freiwilligen Kasko. Die Haftpflicht (sie deckt Schäden, die du mit deinem Boot Dritten zufügst) ist die Basis, die fast jede Marina sehen will. Die Kasko (sie deckt Schäden am eigenen Boot durch Grundberührung, Sturm, Diebstahl oder Kollision) ist freiwillig, gehört bei wertvollen Booten aber zum Standard.

Auf der Mecklenburgischen Seenplatte gibt es zwei sehr unterschiedliche Nutzergruppen. Die eine chartert für ein oder zwei Wochen ein Hausboot und fährt über die Police des Vercharterers. Die andere hat ein eigenes Boot mit Liegeplatz an Müritz, Kölpinsee oder Plauer See und braucht eine eigene Police.

Für beide Gruppen sieht der passende Schutz anders aus. Der Chartergast fragt sich, was über den Vercharterer abgedeckt ist und wofür er selbst haftet. Der Eigner fragt sich, wie hoch seine Haftpflicht sein sollte und ob die Kasko die Grundberührung im flachen Wasser wirklich zahlt.

Als ungebundener Versicherungsmakler arbeiten wir anbieterübergreifend. Wir vergleichen die Tarife der spezialisierten Bootsversicherer und der großen Anbieter und wählen die Police, die zu deinem Bootstyp, deinem Heimathafen und deiner Nutzung passt. Du bekommst ein Angebot, statt dich durch einzelne Versicherer-Rechner zu klicken.

Ist eine Bootsversicherung auf der Müritz Pflicht?

Nein, in Deutschland gibt es keine gesetzliche Pflicht zur Bootshaftpflicht, auch nicht auf der Mecklenburgischen Seenplatte. Kein Bundesgesetz schreibt eine Haftpflicht für private Sportboote vor, anders als beim Auto. Theoretisch dürftest du also ohne Haftpflicht über die Müritz fahren.

In der Praxis fährt trotzdem kaum jemand ohne. Der Grund liegt in den Verträgen. Fast alle Marinas an der Müritz vergeben einen Dauerliegeplatz nur, wenn du eine Bootshaftpflicht nachweist. Die Betreiber schützen sich damit gegen Schäden an Steganlagen und Nachbarbooten, die von deinem Boot ausgehen könnten.

Bei Charterbooten läuft es ähnlich. Der Vercharterer versichert sein Hausboot grundsätzlich, bevor er es herausgibt, weil er sonst ein hohes Risiko selbst trägt. Ohne diese Absicherung bekommst du gar kein Boot.

Diese drei Ebenen solltest du sauber auseinanderhalten.

EbeneGilt auf der Müritz?Grundlage
Gesetzliche PflichtNein, es besteht keineKein Bundes- oder Landesgesetz schreibt sie vor
Vertragliche PflichtJa, bei fast jedem Liegeplatz und jeder CharterLiegeplatzverträge der Marinas, Chartervertrag des Vermieters
Fachliche EmpfehlungJa, dringendHohe Haftungsrisiken im dicht befahrenen Binnenrevier

Charterschein: führerscheinfrei über die Seenplatte

Die Mecklenburgische Seenplatte ist ein Charterscheinrevier. Du darfst ein gechartertes Hausboot ohne Sportbootführerschein führen, wenn dir der Vercharterer eine Charterbescheinigung ausstellt. Rechtsgrundlage ist Paragraf 9 der Binnenschifffahrt-Sportbootvermietungsverordnung.

Die Bescheinigung ist an klare Voraussetzungen geknüpft. Das Boot muss unter 15 Metern lang sein und über feste Schlafplätze verfügen. Der Vercharterer führt eine Einweisung durch, die meist drei bis vier Stunden dauert und An- und Ablegen, Schleusen und das Fahren auf engen Kanälen umfasst. Erst danach stellt er die Charterbescheinigung aus.

Wichtig ist der begrenzte Umfang. Die Charterbescheinigung gilt nur für das gemietete Boot, für die eingetragenen Wasserstraßen und für den Mietzeitraum. Sie ersetzt keinen Führerschein, sondern ist eine reviergebundene Sonderbescheinigung, die du an Bord mitführen musst. Welche Wasserstraßen dazugehören, listet die Anlage 5 der Verordnung auf.

Eine Obergrenze für die Motorleistung kennt die Charterscheinregelung übrigens nicht. Auch Hausboote mit deutlich mehr als 15 PS darfst du mit Charterbescheinigung führen. Begrenzt wird stattdessen die Geschwindigkeit, auf vielen Abschnitten auf etwa 12 km/h.

Zum Charterscheinrevier gehören diese Bereiche der Seenplatte.

  • Die Mecklenburgischen Großseen einschließlich der Müritz
  • Die Mecklenburgische Kleinseenplatte mit ihren verbundenen Gewässern
  • Die Obere-Havel-Wasserstraße von Neustrelitz bis Liebenwalde
  • Die Müritz-Elde-Wasserstraße von Plau am See bis zur Elbe und der Weg nach Schwerin

Für die Müritz selbst gelten oft Zusatzregeln. Ein Großteil des Ostufers gehört zum Müritz-Nationalpark, und über den offenen See verlangen viele Vercharterer eine gesonderte Freigabe oder das Halten am Westufer, weil dort rasch kurze, steile Wellen aufkommen können.

Charterboot gemietet: was ist versichert und was nicht

Wer ein Hausboot chartert, fährt über die Police des Vercharterers. Er ist der Versicherungsnehmer, du bist als Mieter mitversichert, solange du dich an den Chartervertrag und die eingetragenen Beschränkungen hältst. Für Personen- und Sachschäden an Dritten greift seine Haftpflicht, für Schäden am Boot seine Kasko.

Komplett schuldenfrei bist du damit aber nicht. Fast jeder Vercharterer verlangt eine Charterkaution, die kleinere Schäden abdeckt, etwa eine leichte Grundberührung oder einen Anlegeschaden. Passiert etwas, behält er die Kaution ganz oder teilweise ein, und der im Vertrag vereinbarte Selbstbehalt bleibt an dir hängen.

Hier ein typischer Fall, wie er auf der Seenplatte regelmäßig vorkommt. Ein Chartergast läuft beim Anlegen in Röbel etwas zu schnell auf den Steg zu und beschädigt Bug und Reling. Die Kaskoversicherung des Vercharterers zahlt die Reparatur, der Selbstbehalt von mehreren hundert Euro wird aber von der Kaution einbehalten. Mit einer Kautionsversicherung hätte der Gast dieses Geld zurückbekommen.

Zwei Bausteine schließen diese Lücke. Eine Kautionsversicherung erstattet dir die einbehaltene Kaution, wenn der Schaden über die Police des Vercharterers gedeckt ist. Eine Skipperhaftpflicht schützt dich, wenn der Vercharterer dich als verantwortlichen Skipper persönlich in Regress nimmt. Beides bündelt die Charterversicherung, die wir für deinen Törn passend zusammenstellen.

Flache Seen und Grundberührung: das Kasko-Thema auf der Müritz

Die Grundberührung ist das wichtigste Kasko-Thema auf der Mecklenburgischen Seenplatte. Das liegt an der Entstehung der Landschaft. Die Seen sind nach der letzten Eiszeit aus glazialen Becken entstanden und daher überwiegend flach.

Die Müritz zeigt das deutlich. Nach Angaben der Stadt Waren an der Müritz ist sie im Mittel nur rund sechs Meter tief, auch wenn das zentrale Becken bis zu 33 Meter erreicht. Viele kleinere Seen der Seenplatte sind noch flacher, mit zahlreichen Untiefen dicht unter der Oberfläche.

Für Boote heißt das: Wer das markierte Fahrwasser verlässt, läuft schnell auf Grund. Propeller, Ruder, Wellenanlage und Rumpf nehmen dabei Schaden, und im Extremfall sitzt das Boot fest und muss geborgen werden. Gerade Charterer, die zum ersten Mal im Revier sind, unterschätzen die flachen Uferzonen häufig.

Eine gute Bootskasko deckt Grundberührung und Strandung ab, solange kein grob fahrlässiges Verhalten vorliegt. Achte auf zwei Punkte in den Bedingungen. Erstens sollte die Grundberührung ausdrücklich eingeschlossen sein. Zweitens sollten die Bergungs- und Wrackbeseitigungskosten mitversichert sein, denn das Freischleppen eines festsitzenden Bootes kostet schnell mehr als der eigentliche Rumpfschaden.

Sowas erlebe ich bei meinen Kunden ständig. Ein Eigner mit Boot in Waren läuft bei ablandigem Wind knapp außerhalb der Fahrrinne auf eine Untiefe. Ruder und Propeller sind beschädigt, das Boot muss freigeschleppt werden. Mit einer Kasko inklusive Grundberührung und Bergungskosten ist der Schaden gedeckt. Ohne diese Bausteine zahlt er die Reparatur und die Bergung selbst.

Die Bausteine einer Müritz-Bootsversicherung

Haftpflicht plus Kasko bilden für die meisten Eigner die sinnvolle Grundausstattung. Maschinenschaden, Insassenunfall und Rechtsschutz baust du je nach Boot und Nutzung dazu.

Bootshaftpflicht

Personen-, Sach- und Vermögensschäden gegenüber Dritten. Von Marinas vorausgesetzt, empfohlene Deckung ab 5 Mio EUR.

Kasko (Teil und Voll)

Schaden am eigenen Boot durch Grundberührung, Sturm, Diebstahl, Vandalismus oder Kollision. Inklusive Bergungskosten und Winterlager.

Maschinenschaden

Schäden direkt am Motor oder Antrieb, die über die normale Kasko hinausgehen. Sinnvoll bei stärkeren Innenbordern und teuren Antrieben.

Insassenunfall und Rechtsschutz

Schutz für Skipper und Crew bei einem Unfall an Bord sowie Rechtsschutz bei Streit rund um Kauf, Reparatur oder Liegeplatz.

Bei Charterern verschiebt sich der Bedarf. Für sie zählen die Kautionsversicherung und die Skipperhaftpflicht mehr als die eigene Kasko, weil das Boot dem Vermieter gehört.

In Teil- und Vollkasko meist abgedeckt:

  • Grundberührung, Auflaufen, Strandung und Sinken in flachen Revieren
  • Bergungs- und Wrackbeseitigungskosten nach einem Schaden
  • Sturm, Hagel, Hochwasser und weitere Naturgefahren
  • Diebstahl des Bootes, des Außenbordmotors oder fest verbauter Ausrüstung
  • Vandalismus und mutwillige Beschädigung im Hafen oder Winterlager
  • Kollision mit anderen Booten, Stegen oder Hindernissen
  • Schäden beim Kranen, Slippen, Transport und in der Einlagerung

In der Regel nicht abgedeckt:

  • Vorsatz und Schäden unter Alkohol- oder Drogeneinfluss
  • Fahrt ohne den vorgeschriebenen Führerschein oder ohne gültige Charterbescheinigung
  • Verlassen des Fahrwassers oder Fahrt trotz Sturmwarnung, wenn grob fahrlässig
  • Verschleiß an Tauwerk, Persenning, Beschlägen und Motor
  • Osmose, UV-Schäden und normale Alterung

Kennzeichen und Führerschein für das eigene Boot

Wer ein eigenes Boot auf der Müritz fährt, hat andere Pflichten als ein Chartergast. Zwei davon sind für den Versicherungsschutz besonders wichtig: das Kennzeichen und der Führerschein.

Ein motorisiertes Kleinfahrzeug braucht auf den Binnenschifffahrtsstraßen der Seenplatte ein gültiges amtliches oder amtlich anerkanntes Kennzeichen. Das regelt die Kleinfahrzeug-Kennzeichnungsverordnung, deren Vorgaben das Informationssystem ELWIS der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung erläutert. Ausgenommen sind nur Kleinstfahrzeuge, etwa Boote mit einer Antriebsleistung bis 2,21 kW oder reine Segelboote bis 5,50 Meter Länge.

Das Kennzeichen beantragst du beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt oder bei einem anerkannten Verband wie DMYV, ADAC oder DSV. Beide Varianten sind auf den Bundeswasserstraßen gleich gültig.

Einen Sportbootführerschein Binnen brauchst du für dein eigenes Boot ab einer Motorleistung von mehr als 11,03 kW, das entspricht 15 PS. Bei Elektromotoren liegt die Grenze bei 7,5 kW. Diese Werte legt die Sportbootführerscheinverordnung fest.

Diese Pflichten wirken direkt auf deinen Versicherungsschutz. Versicherer setzen voraus, dass dein Boot ordnungsgemäß gekennzeichnet ist und dass du den nötigen Führerschein besitzt. Verursachst du ohne gültige Fahrerlaubnis einen Schaden, steht die Haftpflicht in der Regel nicht ein.

Liegeplätze und Preise an der Müritz

Der Liegeplatz ist für die meisten Eigner der größte laufende Kostenblock neben der Versicherung. Die Preise hängen vor allem von Bootslänge und Hafen ab. Rund um die Müritz konzentrieren sich die Häfen auf Waren, Röbel, Malchow und Rechlin.

Für Gäste rechnen die Häfen meist pro Meter und Nacht ab. Ein Yachthafen an der Müritz nennt etwa 2,00 Euro je angefangenem Meter und Nacht bei einem Mindestpreis von 12 Euro pro Nacht. Für einen Dauerliegeplatz über die Saison zahlst du je nach Bootslänge deutlich mehr.

Die folgende Tabelle zeigt eine grobe Orientierung. Sie ersetzt keine feste Preiszusage, weil jede Marina eigene Tarife hat.

BootslängeLiegeplatz (Orientierung)Hinweis
Gastliegeplatzab rund 2,00 EUR je Meter und Nacht, Mindestpreis oft 12 EURfür durchreisende Boote und Charterer
bis 12 m Dauerplatzrund 2.000 bis 3.000 EUR pro Jahrje nach Hafen und Ausstattung
bis 15 m Dauerplatzrund 3.000 bis 4.000 EUR pro Jahrgefragte Plätze in Top-Marinas teurer
Winterlagernach Bootsgröße, Halle teurer als FreigeländeKran, Ein- und Auslagerung meist separat

Für die Versicherung ist die Liegeplatzwahl doppelt wichtig. Erstens verlangt der Vertrag fast immer den Haftpflicht-Nachweis. Zweitens fließt die Lage in den Kasko-Beitrag ein, weil ein bewachter Hafen das Diebstahlrisiko senkt. Die genauen Preise und Wartelisten erfragst du am besten direkt bei den Häfen.

Was eine Bootsversicherung auf der Müritz kostet

Verbindliche Pauschalpreise gibt es nicht, weil die Prämie risikogerecht kalkuliert wird. Bootswert, Bootstyp, Motorleistung, Baujahr, Liegeplatz und Schadenhistorie fließen ein. Trotzdem lassen sich aus dem Markt klare Bandbreiten benennen.

Die Haftpflicht bleibt vergleichsweise günstig, weil sie vor allem von der Deckungssumme abhängt. Die Kasko-Prämie steigt mit dem versicherten Bootswert und mit dem Risiko des Reviers.

PositionJahresbeitrag (Orientierung)
Bootshaftpflicht ab 5 Mio EURunterer bis mittlerer dreistelliger Bereich
Teilkasko (Feuer, Diebstahl, Naturgefahren)ab rund 200 EUR
Erweiterung auf Vollkasko inklusive Grundberührungwertabhängiger Aufschlag
Insassenunfall und Rechtsschutzrund 50 bis 300 EUR

Ein Fall aus der Praxis macht das greifbarer. Stell dir ein Freizeit-Motorboot mit einem Zeitwert um 30.000 Euro vor, Liegeplatz in einer bewachten Marina in Waren, Fahrgebiet Müritz und angrenzende Seen, Eigner mit sauberer Schadenhistorie. Mit einer Haftpflicht über 5 Mio EUR und einer Vollkasko inklusive Grundberührung und Winterlager landet der Eigner bei einem mittleren dreistelligen Beitrag pro Jahr, je nach Selbstbeteiligung und Anbieter. Welche Variante für dich passt, prüfen wir im Angebot.

Auf der Müritz unterschätzen viele Eigner die flachen Seen. Sie schließen eine Kasko ab und übersehen, ob die Grundberührung und die Bergungskosten wirklich drin sind. Genau das ist hier der teuerste Schaden, weil das Freischleppen oft mehr kostet als der Rumpf. Ich schaue mir diese eine Klausel bei jedem Müritz-Vertrag zuerst an.

— Felix Koller, Versicherungsmakler für Bootsversicherungen

Bootsversicherer für die Müritz im Vergleich

Wir vergleichen anbieterübergreifend. Der Bootsversicherungsmarkt ist überschaubar, gute Tarife kommen oft von spezialisierten Anbietern wie Pantaenius, Schomacker oder der Mecklenburgischen, dazu von großen Versicherern wie der Helvetia oder der Gothaer.

Die Anbieter unterscheiden sich vor allem in der Kasko. Manche bieten eine feste Taxe, bei der dein Boot im Totalschaden zum vereinbarten Wert ersetzt wird, ohne Abzug für Alter. Andere verzichten auf den Abzug neu für alt bei Teilschäden oder schließen das Beiboot bis zu einer bestimmten Motorleistung mit ein. Für die Müritz zählt zusätzlich, wie sauber die Grundberührung und die Bergungskosten geregelt sind.

Ein Vergleichsportal zeigt dir grobe Preise, ersetzt aber nicht die Detailprüfung. Bootsversicherungen sind stark spezialisierte Verträge mit vielen Bausteinen. Genau diese Prüfung übernehmen wir für dich und achten darauf, dass Deckungssumme und Kaskobausteine zu deinem Müritz-Revier passen.

Wer sein Boot zwischen der Seenplatte und dem Berliner Raum bewegt, findet die Regeln für das angrenzende Revier auf unserer Seite zur Bootsversicherung in Berlin und Brandenburg, die über die Obere-Havel-Wasserstraße mit der Müritz verbunden ist.

So läuft die Angebotsanfrage

  1. Du füllst das Formular aus (Bootstyp oder Charterplan, Motorleistung, Wert, Liegeplatz an der Müritz, gewünschte Deckungssumme).
  2. Wir vergleichen die passenden Tarife der Bootsversicherer und prüfen, ob Grundberührung, Bergungskosten und Revierpflichten sauber geregelt sind. Für Charterer klären wir Kaution und Skipperhaftpflicht.
  3. Du bekommst innerhalb von 24 Stunden ein konkretes Angebot per E-Mail, inklusive Vergleich und Empfehlung.

Im Schadenfall begleiten wir dich gegenüber dem Versicherer. Das ist Teil unserer Maklerleistung und kostet dich nichts extra. Auch den Versicherungsnachweis für deinen Liegeplatzvertrag organisieren wir mit.

FAQ

Häufige Fragen

Ist eine Bootsversicherung auf der Müritz Pflicht?

Nein, in Deutschland gibt es keine gesetzliche Pflicht zur Bootshaftpflicht, auch nicht auf der Müritz oder der übrigen Mecklenburgischen Seenplatte. Anders als beim Auto schreibt kein Gesetz eine Haftpflicht für private Sportboote vor. Faktisch entsteht die Pflicht trotzdem über die Verträge. Fast alle Marinas an Müritz, Kölpinsee und Plauer See vergeben einen Dauerliegeplatz nur gegen Nachweis einer gültigen Bootshaftpflicht, und die Vercharterer versichern ihre Hausboote grundsätzlich, bevor sie ein Boot herausgeben. Ohne Haftpflicht bekommst du in der Praxis also kaum einen festen Liegeplatz und trägst jeden Schaden, den dein Boot Dritten zufügt, selbst.

Reicht die Versicherung des Vercharterers, wenn ich ein Hausboot miete?

Für die reine Fahrt reicht sie oft, komplett abgesichert bist du damit aber nicht. Der Vercharterer versichert sein Hausboot über eine eigene Haftpflicht und Kasko, und du fährst als Mieter über diese Police mit. Verursachst du einen Schaden, greift zuerst deine hinterlegte Charterkaution, und der vereinbarte Selbstbehalt bleibt an dir hängen. Bei einer Grundberührung oder einem Anlegeschaden können das schnell einige hundert bis über tausend Euro sein. Eine Kautionsversicherung erstattet diese Kaution im gedeckten Schadenfall, und eine Skipperhaftpflicht schützt dich, wenn der Vercharterer dich persönlich in Regress nimmt. Beides prüfen wir für deinen konkreten Törn.

Kann ich die Müritz und die Seenplatte ohne Bootsführerschein befahren?

Ja, die Mecklenburgische Seenplatte ist ein Charterscheinrevier. Du darfst ein gechartertes Hausboot ohne Sportbootführerschein führen, wenn dir der Vercharterer eine Charterbescheinigung ausstellt. Rechtsgrundlage ist Paragraf 9 der Binnenschifffahrt-Sportbootvermietungsverordnung. Voraussetzung sind ein Boot unter 15 Metern Länge, eine gründliche Einweisung von meist drei bis vier Stunden und die Beschränkung auf die zugelassenen Wasserstraßen. Die Bescheinigung gilt nur für das gemietete Boot, das eingetragene Revier und den Mietzeitraum. Sie ersetzt keinen Führerschein und muss an Bord mitgeführt werden.

Sind Grundberührungen im flachen Müritzrevier über die Kasko gedeckt?

Ja, eine Grundberührung gehört zu den Schäden, die eine Bootskasko in der Regel abdeckt, sofern du nicht grob fahrlässig gehandelt hast. Genau dieser Baustein ist auf der Müritz besonders wichtig. Der See ist mit durchschnittlich rund sechs Metern flach, und viele kleinere Seen der Seenplatte sind noch flacher. Verlässt du das markierte Fahrwasser, laufen Propeller, Ruder oder Rumpf schnell auf Grund. Achte darauf, dass deine Kasko Grundberührung und Bergungskosten einschließt. Verlässt du das Fahrwasser trotz Warnung oder fährst bei Sturmwarnung über den offenen See, kann der Versicherer die Leistung wegen Verletzung der Revierpflichten kürzen.

Was kostet ein Bootsliegeplatz an der Müritz?

Der Preis hängt vor allem von Bootslänge, Hafen und Vertragsart ab. Für Gäste rechnen die Häfen meist pro Meter und Nacht ab, ein Yachthafen an der Müritz nennt etwa 2,00 Euro je angefangenem Meter und Nacht bei einem Mindestpreis von 12 Euro pro Nacht. Dauerliegeplätze für die Saison bewegen sich je nach Bootslänge im mittleren bis oberen dreistelligen Bereich, für größere Boote auch darüber. Als grobe Marktorientierung nennen Marina-Betreiber für einen Zwölf-Meter-Platz rund 2.000 bis 3.000 Euro und für einen 15-Meter-Platz rund 3.000 bis 4.000 Euro im Jahr. Dazu kommt oft das Winterlager an Land. Die genauen Preise erfragst du direkt bei den Häfen in Waren, Röbel, Malchow oder Rechlin.

Warum braucht mein eigenes Boot auf der Müritz Haftpflicht und Kasko?

Weil beide Bausteine unterschiedliche Risiken abdecken. Die Bootshaftpflicht zahlt Schäden, die du Dritten zufügst, etwa bei einer Kollision im engen Fahrwasser, bei einem Schaden an einer Steganlage oder bei einem Personenschaden. Diese Summen erreichen schnell einen Millionenbetrag, deshalb sind mindestens 5 Mio EUR Deckung empfohlen. Die Kasko zahlt Schäden am eigenen Boot durch Grundberührung, Sturm, Diebstahl oder Vandalismus. Auf einem so stark befahrenen und flachen Revier wie der Müritz sind beide Bausteine für einen Eigner sinnvoll, vor allem wenn das Boot dauerhaft im Wasser liegt.

Muss mein Boot auf der Müritz ein Kennzeichen führen?

Ja, ein motorisiertes Kleinfahrzeug braucht auf den Binnenschifffahrtsstraßen der Seenplatte ein gültiges amtliches oder amtlich anerkanntes Kennzeichen. Das regelt die Kleinfahrzeug-Kennzeichnungsverordnung, deren Vorgaben das Informationssystem ELWIS erläutert. Ausgenommen sind nur Kleinstfahrzeuge, etwa Boote mit einer Antriebsleistung bis 2,21 kW oder reine Segelboote bis 5,50 Meter Länge. Das Kennzeichen kannst du beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt oder bei einem anerkannten Verband wie DMYV, ADAC oder DSV beantragen. Einen Sportbootführerschein Binnen brauchst du für dein eigenes Boot ab einer Motorleistung von mehr als 11,03 kW, das entspricht 15 PS, bei Elektromotoren ab 7,5 kW.

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